Für alle Kitas, deren Schließung die AWO Müritz Ende vergangenen Jahres kurzfristig angekündigt hat, gibt es Aussicht auf neue Träger. Das teilt Landrat Heiko Kärger mit. „Unser Jugendamt hatte sich sofort in die Spur begeben und mit den betroffenen Gemeinden und Ämtern Kontakt aufgenommen, um sie bei der Suche nach Nachfolgern zu unterstützen“, sagte der Landrat. Unter anderem waren Schreiben an potenzielle Träger gesendet worden, es fanden umgehend Vor-Ort-Termine mit allen Beteiligten statt. Mitte Dezember 2017 gab es zudem ebenfalls umgehend ein Gespräch mit der AWO-Geschäftsführung, in dem der Landkreis darauf hinwies, dass er zukünftig rechtzeitig über mögliche Schließungen informiert werden muss.

Derzeit ist dem Jugendamt bekannt, dass die AWO-Müritz fünf Kitas schließen will. Für die „Peenefüchse“ in Groß Giewitz hat die Jugend-und Sozialwerk gGmbH mitgeteilt, dass sie zum 1. Februar 2018 die Einrichtung übernehmen möchte. „Uns lütt Kinnerstuw“ in Alt Schwerin möchte die Gesellschaft für Gesundheit und Pädagogik GmbH übernehmen. Das Jugendamt hat schon Kontakt mit der Gesellschaft aufgenommen, damit das notwendige Verfahren zur Betriebserlaubnis zügig durchgeführt werden kann. Was das „Kinderparadies“ in Lärz betrifft, so gibt es derzeit zwei Interessenten für die Trägerschaft. Die Entscheidung der Gemeinde steht derzeit noch aus. Auch für die Kita „Glückskäfer“ in Schwinkendorf wird ein neuer Träger gesucht. Eine abschließende Entscheidung steht auch in diesem Falle noch aus. In der Kita „Seute Plappersnuten“ in Sietow hat am 8. Januar 2018 ein Ortstermin mit dem Bürgermeister stattgefunden. Auch hier haben zwei potenzielle Träger Interesse an einer Übernahme bekundet.  „Keinesfalls kommt hier eine endgültige Schließung in Frage, denn der Standort ist aus unserer Sicht maßgeblich in diesem Bereich“, betonte der Landrat. „Grundsätzlich sehe ich es so, dass keine Kita in unserem Landkreis geschlossen werden darf. Nur so kann es gelingen, dass junge Leute und Familien in unseren Gemeinden wohnen bleiben, oder dorthin ziehen.

Ohne Kitas keine Zukunft. Deshalb haben wir mit unserem Jugendamt alles unternommen, um den Gemeinden und Ämtern bei der Suche nach neuen Trägern zu helfen“, so Landrat Heiko Kärger.