Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und der Komplementär der Schwarz Gruppe, Gerd Chrzanowski, haben am 27.08.2026 eine Milliarden-Investition in Mecklenburg-Vorpommern vorgestellt. Die Schwarz Gruppe will bis 2033 bis zu 5,6 Milliarden Euro in den Bau eines Rechenzentrums in Dummerstorf im Landkreis Rostock investieren.
„Es gibt gute Nachrichten für Mecklenburg-Vorpommern. Eine große Ansiedlung, Bauaufträge, Arbeitsplätze und mehr Unabhängigkeit bei der Cybersicherheit. Unser Land wird in vielfacher Weise von dieser Investition profitieren. Vielen Dank, dass Sie sich für Mecklenburg-Vorpommern entschieden haben“, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Vorhabens in der Schweriner Staatskanzlei.
„Digitale Souveränität entsteht nicht durch Appelle oder Reden. Sie entsteht durch Handeln, durch verlässliche Infrastruktur und durch praxistaugliche Anwendungen. Wir warten nicht darauf, dass andere vorangehen. Wir übernehmen unternehmerische Verantwortung und investieren nachhaltig in die Zukunft des Standorts Deutschland“, erklärte der Komplementär der Schwarz Gruppe Gerd Chrzanowski.
Der Bau des Rechenzentrums bedeute zunächst Aufträge für Handwerk und Bauwirtschaft, betonte Ministerpräsidentin Schwesig. „Natürlich wünschen wir uns, dass ein möglichst großer Teil der Aufträge und damit der Wertschöpfung bei uns in Mecklenburg-Vorpommern bleibt. Durch den Betrieb des Rechenzentrums entstehen neue Arbeitsplätze. Diese Investition stärkt die Wirtschaftskraft bei uns in Mecklenburg-Vorpommern.“
Ein wichtiger Faktor bei der Ansiedlung sei die Verfügbarkeit von großen Mengen an grünem Strom sowie die Nähe einer 380 kV-Leitung am Standort Dummerstorf gewesen. „Das zeigt: Es ist richtig, auf die erneuerbaren Energien zu setzen. Sie sind nicht nur gut für Umwelt und Klima. Sie verschaffen uns auch einen Wettbewerbsvorteil, wenn es um Wirtschaft und Arbeitsplätze geht“, erläuterte Schwesig. Sie hoffe, dass von der Ansiedlung des Rechenzentrums auch ein Werbeeffekt auf andere potentielle Investoren ausgehe.
„Ziel der Landesregierung ist, dass wir unabhängiger von ausländischen Anbietern von Rechenzentren und Cloud- und KI-Anwendungen werden. Wir sehen die Investitionsentscheidung der Schwarz Gruppe deshalb auch als Möglichkeit für mehr Unabhängigkeit und mehr Datensicherheit“, sagte die Ministerpräsidentin. „Wir arbeiten bereits heute konkret zusammen. Es ist vereinbart, dass wir beim Digitalen Bauantrag künftig auf die Cloud-Plattform STACKIT der Schwarz Gruppe setzen. Und wir befinden uns in guten Gesprächen über einen digitalen Arbeitsplatz für schulisches Personal auf Basis von openDesk. Wir hoffen, dass wir sie auch dort bald über eine konkrete Kooperation informieren können.“







