Corona-Pandemie

Aktuelle Informationen für Unternehmen

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Bei aktuellen Fragen können Sie sich auch an folgende Hotlines wenden:

  • Hotline des Landkreises: 0395 57087-7777
  • Hotline der Landesregierung MV: 0385 588-11311
  • Hotline des Bundeswirtschaftsministeriums: 030 12002-1031/-1032
  • Hotline der Arbeitsagentur zu Kurzarbeitergeld: 0800 45555-20

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Aktuelle Nachrichten zur Corona-Lage

Hilfen für Unternehmen

Wo möglich, verlinken wir auf die Originalquelle und verzichten auf eine eigene Beschreibung, damit es bei Änderungen nicht zu inkonsistenten Informationen kommt. Alle Angaben ohne Gewähr.

Informationsbroschüre: „Corona-Hilfen MV – Wirtschaft und Arbeit im Fokus“
Die aktuellen finanziellen Hilfen des Landes sind in einer überarbeiteten und aktualisierten Informationsbroschüre zusammengefasst: https://www.regierung-mv.de/Landesregierung/wm

Überbrückungshilfe II für kleine und mittlere Unternehmen

Förderung für die Monate September bis Dezember 2020, Antragstellung für Erstanträge: bis 31. März 2021, Antragsfrist für Änderungsanträge: bis 31. Mai 2021, Korrektur der Kontoverbindung bis 30. Juni 2021 

Erstattet werden je nach Höhe des Umsatzrückgangs April bis August von mdst. 30 % im Durchschnitt oder mdst.50 % in zwei zusammenhängenden Monaten bis zu 90 Prozent der Fixkosten, maximal 50.000 Euro pro Monat.

Antragstellung

  •  Bis 31. März 2021 auf dem Antragsportal des Bundes: https://www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de
  •  Bewilligung durch das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern (https://www.lfi-mv.de/foerderungen/corona-ueberbrueckungshilfe-fuer-kleine-und-mittelstaendische-unternehmen/)
  • Antragstellung nur durch antragsberechtigte Dritte (Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen, steuerberatende Rechtsanwälte)
  • ACHTUNG: Die Förderbedingungen für die Überbrückungshilfe II wurden rückwirkend geändert. Seit Mitte Dezember 2020 steht nun unter Punkt 4.16 zu den FAQ, dass die Überbrückungshilfe nur zu gewähren ist, wenn ungedeckte Fixkosten vorliegen, das Unternehmen also Verluste gemacht hat. Dieser Verlust muss aufwändig über eine Nebenrechnung ermittelt und nachgewiesen werden!

Das Land MV stockt die Überbrückungshilfe des Bundes im Bereich Personalkosten sowie Tilgungen und Leasingraten noch auf, dafür ist kein gesonderter Antrag erforderlich, die Landes-Aufstockung wird im Rahmen des Antrags auf Überbrückungshilfe II mit beantragt.

Ergänzung der Überbrückungshilfe II in MV

  • Sehr hohe Personalkosten können erstattet werden in monatlichen Festbeträgen zwischen 400 und 1.000 Euro pro Vollzeitäquivalent bei Umsatzrückgängen zwischen 30 und mehr als 70 Prozent
  • Erstattung von Tilgungen und Leasingraten bei einem Umsatzrückgang > 50 Prozent in Höhe von 95 Prozent der Abschreibungen

Infoseite des Landesförderinstituts zur Überbrückungshilfe

Alle Förderbedingungen sind detailliert hier nachzulesen.

Überbrückungshilfe III des Bundes

Förderung für die Monate November 2020 bis Juni 2021
Antragstellung seit 10. Februar 2021 bis 31. August 2021 

Die Überbrückungshilfe III umfasst als Erweiterung der Überbrückungshilfe II jetzt neu die Monate November 2020 bis Juni 2021 und unterstützt Unternehmen, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung weiterhin stark betroffen sind:

Antragsberechtigung

  • Vereinfachung der bisher unterschiedlichen Zugangswege
  • Unternehmen, die in einem Monat des Geltungszeitraums einen Umsatzeinbruch von 30 % im Vergleich zum Referenzmonat 2019 erlitten haben
  • Keine Doppelförderung: Unternehmen, die Novemberhilfe oder Dezemberhilfe erhalten haben, sind für diese beiden Monate nicht antragsberechtigt
  • Leistungen nach Überbrückungshilfe II für November 2020 und Dezember 2020 werden angerechnet
  • Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Mio Euro
  • Die Fördergrenze 750 Mio Euro entfällt für Unternehmen, die direkt von den Schließungen betroffen sind, für Unternehmen der Reisebranche und des Großhandels

Förderung

  • Förderhöchstbetrag: 1,5 Mio Euro/Monat für Unternehmen mit Umsatzrückgängen ab 30 % (statt bisher 200.000 Euro/ Monat bzw. 500.000 Euro/Monat) – es gelten die Obergrenzen europäischen Beihilferechts (Kleinbeihilfe-, Fixkostenregelung) von bisher max. 4 Mio Euro insgesamt/ Unternehmen
  • Wahl der beihilferechtlichen Regelung:
    – Förderung nach Bundesregelung Fixkostenhilfe: Zuschusshöhe 1 bis 4 Mio Euro nach Verlustnachweis für 70 bis 90 % der ungedeckten Fixkosten
    Kleinbeihilfen-Regelung: Zuschusshöhe von bis zu 1 Mio Euro insgesamt ohne Verlustnachweis
  • Höchstbetrag Abschlagszahlungen: 100.000 Euro/ Monat, max. 400.000 Euro
  • Musterkatalog für anrechenbare Fixkosten

Fördersummen

  • Anteilige Erstattung der betrieblichen Fixkosten entsprechend dem Umsatzrückgang zum Vergleichsmonat 2019 entsprechend Kostenkatalog:
    – Umsatzrückgang 30 bis 50 % – Fixkostenerstattung 40 %
    – Umsatzrückgang 50 bis 70 % – Fixkostenerstattung 60 %
    – Umsatzrückgang > 70 % – Fixkostenerstattung seit 23.3.2021: 100 %
    (vorher 90 %)

Verbesserungen der Überbrückungshilfe III seit der MPK vom 23.03.2021

  • Die Fixkostenerstattung der Überbrückungshilfe III für Unternehmen, die einen Umsatzeinbruch von mehr als 70 % erleiden, wird von bisher 90 % auf bis zu 100 % erhöht. 
  • Die Sonderabschreibungsmöglichkeiten für Saisonware und verderbliche Ware für Einzelhändler werden auf Hersteller und Großhändler erweitert.
  • Für Unternehmen der Veranstaltungs- und Reisewirtschaft wird zusätzlich zur allgemeinen Personalkostenpauschale für jeden Fördermonat eine Anschubhilfe in Höhe von 20 % der Lohnsumme eingeführt, die im entsprechenden Referenzmonat 2019 angefallen wäre. Die maximale Gesamtförderhöhe dieser Anschubhilfe beträgt 2 Mio. €.
  • Die Veranstaltungs- und Kulturbranche kann zusätzlich Ausfall- und Vorbereitungskosten, die bis zu 12 Monate vor Beginn des geplanten Veranstaltungsdatums angefallen sind, geltend machen.
  • Antragstellern wird in begründeten Härtefällen die Möglichkeit eingeräumt, alternative Vergleichszeiträume zur Ermittlung des Umsatzrückgangs im Jahr 2019 zu wählen.
  • Unternehmen in Trägerschaft von Religionsgemeinschaften sowie junge Unternehmen bis zum Gründungsdatum 31.10.2020 sind ab jetzt antragsberechtigt. Bisher konnten nur Unternehmen, die bis zum 30.4.2020 gegründet waren, einen Antrag stellen.
  • Wie für Soloselbständige mit Einnahmen ausschließlich aus freiberuflichen und gewerblichen Tätigkeiten wird auch für Soloselbständige, die Gesellschafter von Personengesellschaften sind, ein Wahlrecht geschaffen: Sie können den Antrag auf Neustarthilfe entweder über einen prüfenden Dritten oder als Direktantrag stellen (die Antragstellung auf Neustarthilfe über prüfende Dritte ist damit nur noch für Kapitalgesellschaften verpflichtend).
  • Unternehmen und Soloselbstständige erhalten ein nachträgliches Wahlrecht zwischen Neustarthilfe und Überbrückungshilfe III zum Zeitpunkt der Schlussabrechnung. So kann die im Einzelfall günstigste Hilfe aufgrund des unsicheren Verlaufs der ökonomischen Entwicklung nachträglich bestimmt werden.

Eigenkapitalzuschuss (seit MPK vom 23.03.2021)
Alle Unternehmen, die in mindestens drei Monaten seit November 2020 einen Umsatzeinbruch von jeweils mehr als 50 % erlitten haben, erhalten einen Eigenkapitalzuschuss. Der Eigenkapitalzuschuss wird zusätzlich zur regulären Förderung der Überbrückungshilfe III gewährt.

  • Anspruchsberechtigt sind Unternehmen mit einem Umsatzeinbruch von mindestens 50 % in mindestens drei Monaten im Zeitraum von November 2020 bis Juni 2021.
  • Eigenkapitalzuschuss = bis zu 40 % des Erstattungsbetrages der förderfähigen Fixkosten
  • Staffelung des Eigenkapitalzuschusses:
    – 3. Monat des Umsatzeinbruchs: 25 %
    – 4. Monat des Umsatzeinbruches: 35 %
    – > 5 Monate mit Umsatzeinbruch:40 % p.M.

Der Eigenkapitalzuschuss und die weiteren Verbesserungen werden im Rahmen der bestehenden Überbrückungshilfe III gewährt. Die FAQ zur Überbrückungshilfe III werden überarbeitet und zeitnah veröffentlicht, darin wird das Verfahren zur Auszahlung des Eigenkapitalzuschusses erläutert. Nach Anpassung des Programms kann die Antragstellung über die bekannte Plattform ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de erfolgen. Die Antragsbearbeitung und Auszahlung erfolgen in der Verantwortung der Länder (Stand: 06.04.2021)

Sonderregelungen für die Anbieter verderblicher und saisonaler Waren
(Einzelhandel, Großhandel, Hersteller)

  • Regelungen für Wertverluste aus verderblichen Waren oder für, einem dauerhaften Wertverlust unterliegenden, Waren (Saisonwaren)
  • Voraussetzung: regulärer Gewinn in 2019, Verlust durch Schließungsanordnungen in 2020
  • Dokumentations- und Nachweispflicht für Verbleib und Warenwertentwicklung, eidesstattliche Versicherung und Bestätigung des prüfenden Dritten
  • Sonderregelungen für Neugründungen in 2020
  • Berücksichtigung der Abschreibung auf das Umlaufvermögen bei Fixkosten bis zu 100 %
  • 50 % des Abschreibungsbetrages für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens gelten als förderfähige Kosten
  • Warenwertabschreibung = Differenz aus kumulierten Einkaufs- und Abgabepreise ohne sonstige Aufwände

Sonderregelung Pyrotechnikindustrie

  • Förderung für März bis Dezember 2020
  • Ansatz von Lager- und Transportkosten für Dezember 2020 bis Juni 2021

Sonderregelung Reisebranche

  • Ergänzung bisheriger Regelungen um 50-prozentige Pauschale für interne Kosten
  • Berücksichtigung der Fixkosten

Für die Überbrückungshilfe III gelten weiterhin die Vorgaben des EU-Beihilferechts. Die Bundesregierung setzt sich bei der Europäischen Kommission für die Anhebung der beihilferechtlichen Obergrenzen im befristeten Beihilferahmen (Temporary Framework) ein.
Informationen: Überbrückungshilfe Unternehmen – FAQ Beihilferecht (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)

Die Antragstellung ist seit dem 10. Februar 2021 möglich.
Zunächst werden vom Bund ab dem 15. Februar 2021 erste Abschlagszahlungen von bis zu 100.000 Euro/Monat, max. 400.000 Euro gezahlt. Für die endgültigen Bescheide sind die Länder zuständig. Die Schlussrechnung soll ab März 2021 überwiesen werden.

Anträge auf die nicht rückzahlbaren Zuschüsse können nur über das Antragsportal des Bundes www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden – für Soloselbstständige und Soloselbständige als Gesellschafter einer Personengesellschaft wahlweise als Direktantrag oder über einen prüfenden Dritten, für Kapitalgesellschaften verpflichtend über einen prüfenden Dritten (Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen oder vereidigte Buchprüfer*innen)

Weitere Informationen zur Überbrückungshilfe III veröffentlichen wir hier nach Verfügbarkeit. 

Neustarthilfe

Einmalige Beantragung seit 16. Februar 2021 (für natürliche Personen) bis
31. August 2021
NEU: Seit 16. März 2021 kann die Neustarthilfe auch durch Soloselbständige mit Personengesellschaft und Ein-Personen-Kapitalgesellschaften beantragt werden.
NEU: Seit 16.März 2021 kann die Antragstellung für alle (natürliche und juristische Personen) auch durch prüfende Dritte erfolgen
NEU: Seit 30. März 2021 Neustarthilfe auch für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaften
NEU: Ab Mitte April können Personengesellschaften Neustarthilfe direkt beantragen

Die Neustarthilfe unterstützt Soloselbständige aller Branchen, die von Januar 2021 bis Juni 2021 coronabedingt hohe Umsatzeinbußen aber nur geringe betriebliche Fixkosten haben und für die eine Fixkostenerstattung im Rahmen der Überbrückungshilfe III nicht in Frage kommt mit einem steuerbaren Zuschuss. 

  • Einkommen 2019 zu 51 % aus selbständiger Tätigkeit
  • Einkünfte aus unständiger Beschäftigung sind Umsätzen aus Soloselbständigkeit gleichgestellt (z.B. SchauspielerInnen)
  • Zahlung einer einmaligen Betriebskostenpauschale von 50 % des Umsatzes des Referenzumsatzes 2019 (25 % des Gesamtumsatzes 2019), max. 7.500 Euro
  • Referenzumsatz: 50 % des Gesamtumsatzes 2019
  • Voraussetzung: Umsatzrückgang Januar 2021 bis Juni 2021 im Vergleich zum Referenzzeitraum 2019 um mdst. 60 %
  • Sonderregelungen bei Selbständigkeit ab 01.01.2019
  • Auszahlung der Betriebskostenpauschale bei Laufzeitbeginn als Vorschuss
  • Anteilige Rückzahlung des Vorschusses bei Umsatz > 40 % des Referenzumsatzes während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021
  • Vollständige Rückzahlung des Vorschusses bei Umsatz >/= 90 % des Referenzumsatzes während des Förderzeitraums Januar 2021 bis Juni 2021
  • Keine Anrechnung der Betriebskostenpauschale bei Leistungen der Grundsicherung oder anderer Sozialleistungen (Kinderzuschlag); steuerbarer Zuschuss
  • Direkte Antragstellung ohne Steuerberater möglich über https://direktantrag.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de/
  • Informationen: Überbrückungshilfe Unternehmen – Neustarthilfe (ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)

Vorfinanzierung der Überbrückungshilfe III (Brückenhilfen) – Antragstellung beendet

Das Land MV finanziert Unternehmen, die seit dem 16. Dezember 2020 coronabedingt geschlossen sind, einen Teil der Überbrückungshilfe III vor. Die Brückenhilfe erfolgt als rückzahlbares Darlehen zur Finanzierung laufender Ausgaben, bemessen an den betrieblichen Fixkosten im Januar und Februar 2021 (Fixkostenkatalog). Sie beträgt 45 % der berechneten betrieblichen Fixkosten, max. 200.000 Euro. Die Rückzahlung der Vorfinanzierung erfolgt aus der regulären Auszahlung der Überbrückungshilfe III (Abschlagszahlung geplant im Februar 2021, reguläre Auszahlungen im März 2021). Die Antragstellung erfolgt im eigenen Namen, ohne Einbindung eines prüfenden Dritten.

Antragstellung: bis 28. Februar 2021
Bewilligungsstelle: GSA (www.gsa-schwerin.de).
Informationen und Antragstellung: Antrag auf Brückenfinanzierung zur Überbrückungshilfe III – Gesellschaft für Struktur- und Arbeitsmarktentwicklung (gsa-schwerin.de)

Infoseite des Landesförderinstituts zur Überbrückungshilfe

Alle Förderbedingungen sind detailliert hier nachzulesen.

 

Corona November-, Dezemberhilfe 2020 – Antragstellung noch bis 30.04.2021

Antragstellung seit 25. November 2020 bzw. 23. Dezember 2020 bis 30. April 2021
NEU 26.02.2021: Änderungsanträge können durch prüfende Dritte jetzt bis 30.06.2021 über das Bundesportal www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de gestellt werden.
NEU 01.03.2021: Direktantragsteller können Änderungsanträge bis 30.06.2021 über das Elster-Portal stellen. November-, Dezemberhilfe kann jetzt bis 30.04.2021 auch für Beträge > 2 Mio. Euro beantragt werden (www.bmwi.de). 

Antragsberechtigung

  • Unternehmen, Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf Grundlage der erlassenen Schließungsverordnungen seit dem 02. November 2020 den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen)
  • Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den oben genannten Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt  betroffene Unternehmen)
  • Unternehmen, die regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag direkt von den Maßnahmen betroffener Unternehmen über Dritte (z.B. Veranstaltungsagenturen) erzielen und nachweislich einen Umsatzeinbruch von mehr als 80 Prozent erleiden (mittelbar betroffen)
  • Verbundene Unternehmen, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfallen

Beispiele für indirekt oder mittelbar Betroffene:

    • Geflügelproduktion, die keine Restaurants mehr beliefern kann (indirekt betroffen)
    • Wäscherei, die keine Hotel-Aufträge mehr bekommt (indirekt betroffen)
    • Tontechniker*innen, die von Veranstaltungsagenturen mangels Veranstaltungen nicht mehr gebucht werden (mittelbar betroffen)
    • Cateringunternehmen, das im Auftrag einer Eventagentur eine Messe beliefert hätte (Messe: direkt betroffen, Event-Agentur: indirekt betroffen, Catering im Auftrag der Eventagentur: mittelbar betroffen)

Förderung

  • Antragsberechtigte Unternehmen erhalten pro Woche der Schließung 75 Prozent des Vergleichsumsatzes
    – Vergleichsumsatz = Novemberumsatz 2019
    – Alternativer Vergleichsumsatz für Soloselbständige = durchschnittlicher Monatsumsatz im Jahr 2019, bei Gründung nach dem 31.10.2019 der durchschnittliche
    Monatsumsatz im Oktober 2019 oder der monatliche Durchschnittsumsatz seit Gründung
  • Klarstellung, dass Zuschüsse im Rahmen der Kleinbeihilfen- und De-Minimis-Schwelle nicht detailliert nach Verwendung geprüft werden, also auch zum Lebensunterhalt eingesetzt werden dürfen (betrifft nur Soloselbständige)

Anrechnung erhaltener Leistungen

  • Andere staatliche Leistungen im Förderzeitraum November 2020 werden angerechnet (Kurzarbeitergeld/ Überbrückungshilfen)

Anrechnung von Umsätzen

  • Trotz Schließung erzielte Umsätze (Außer-Haus-Verkauf) werden bis zu 25 Prozent des Vergleichsumsatzes nicht angerechnet
  • Bei gastronomischen Einrichtungen werden Außerhaus-Verkaufsumsätze während der Schließung nicht angerechnet

Antragstellung

  • Seit 25.11.2020 möglich über die bundeseinheitliche IT-Plattform der Überbrückungshilfe (www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de)
  • Antragstellung nur über antragsberechtigte Dritte (Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen, vereidigte Buchprüfer*innen, steuerberatende Rechtsanwälte)
  • Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten über das ELSTER-Zertifikat direkt antragsberechtigt, wenn noch keine Anträge auf Überbrückungshilfe I oder II gestellt wurden.
  • Antragstellung der Novemberhilfe unabhängig von der Überbrückungshilfe

Abschlagszahlungen ab Ende November 2020

Plattform der Bundesregierung zur Novemberhilfe

Zudem gibt es hier Vollzugshinweise sowie Fragen und Antworten.

Marktpräsenzprämie für den Einzelhandel

Betriebe des Einzelhandels, die durch Schließungen im November und Dezember 2020 sowie im Januar und Februar 2021 einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von mdst. 70 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben, erhalten eine einmalige Pauschale von 5.000 Euro für Maßnahmen zur Erhöhung der Marktpräsenz – Werbung, Verkaufsförderungsmaßnahmen, Aufbau von Internetauftritt und Online-Shop (vorzugsweise auf dem digitalen Marktplatz MV).

  • Antragstellung bis 31.05.2021
  • Bewilligungsstelle ist das Landesförderinstitut MV (LFI)
  • Antragsunterlagen: www.lfi-mv.de
  • Prüfung der Anträge und Weiterleitung an das LFI durch die zuständigen IHK

Entlastung bei Kosten

  • Kurzarbeitsgeld (Hier noch Fragen und Antworten dazu, z. B. zum Zuverdienst)
  • Neustart-Prämie des Landes (Beteiligung an Sonderzahlungen für Beschäftigte, die von Kurzarbeit in besonderem Umfang betroffen waren)
    – Verlängerung bis 30. Juni 2021
    – Erleichterung der Zugangsbedingungen – nicht mehr nur die fortlaufenden sondern alle Kalendermonate zwischen 01.04.2020 und 30.06.2021 mit mdst. 50 Prozent
    Kurzarbeit zählen für Förderungsanspruch, auch bei zwischenzeitlicher Wiederbeschäftigung
    – Bewilligung: www.gsa-schwerin.de
  • Sonderprogramm zur Unterstützung der Modernisierung für Beherbergungsbetriebe (Antragsfrist verlängert bis 30. 09. 2021)
    – LFI als Bewilligungsstelle (www.lfi-mv.de)
    – Modernisierungsinvestitionen in Beherbergungsbetrieben werden mit bis zu 800.000 Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) bezuschusst.
  • Wiederanlaufkosten in Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben (Starthilfe): Einmalige Anlaufkostenpauschale von 5 Prozent des Vergleichsumsatzes der Novemberhilfe nach Betriebsschließungen,
    NEU: Antragstellung verlängert bis 30. 04. 2021 (www.lfi-mv.de),
  • Sonderprogramm zur Unterstützung der Veranstaltungswirtschaft
  • 12.04.2021: Neues Programm für verarbeitendes Gewerbe geplant: Befristet bis 31.12.2021 sollen Investitionsvorhaben im verarbeitenden Gewerbe um 20 Prozentpunkte höher und mit insgesamt bis zu 1,8 Mio. Euro gefördert werden
    Fördersätze: 50% bei kleinen Unternehmen, 40% bei mittleren Unternehmen, 30% bei bei großen UnNternehmen
  • Steuerliche Maßnahmen: Hier die Informationen, der Erlass und das Antragsformular dazu
    (Stundung von Steuerzahlungen, Absenkung oder Rückerstattung von Vorauszahlungen, Verzicht auf Vollstreckung und Säumniszuschläge in der Krisenzeit)
  • Aussetzung der Leistungspflicht (Zahlungspflicht): Kleinstunternehmen (< 10 Beschäftigte, < 2 Mio. EUR Jahresumsatz bzw. Bilanzsumme) können Zahlungen aus Verträgen unter bestimmten Umständen für die Zeit bis zum 30. Juni 2020 verweigern/stunden lassen, ohne dass Kündigung droht. Die ausgesetzten Zahlungen sind später nachzuleisten. Die Regelungen finden sich im Bundesgesetzblatt, für Details ist anwaltliche Beratung zu empfehlen.

Hilfe bei Liquiditätsengpässen (Darlehen)

  • Liquiditätshilfen des Landes (Corona-Liquiditätshilfen II)
    – Rückzahlbare Liquiditätshilfen: bis 20.000 EUR zinsfrei, im ersten Jahr tilgungsfrei, max. 200.000 EUR für kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbständige und Freiberufler.
    Verlängerung der Zins- und Tilgungsfreiheit um 8 von 12 auf 20 Monate
    – Verlängerung Zins- und Tilgungsfreiheit für den stationären Einzelhandel, der seit 16.12.2020 von Schließungen betroffen ist, auf zwei Jahre
    – Unternehmen < 250 Beschäftigten mit Liquiditätsbedarf zur Deckung betrieblicher Ausgaben bis 31. März 2021 können ggf. erneut eine rückzahlbare Zuwendung bis zu 200.000 Euro beantragen (www.gsa-schwerin.de)
  • Maßnahmen der Bürgschaftsbank MV sind über Ihre Hausbank nutzbar
  • KfW-Kredite für Unternehmen sind ebenfalls über Ihre Hausbank nutzbar (für Startups gibt es ein gesondertes Programm)
  • Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für durch die Coronakrise in Schieflage geratene Unternehmen, bei denen Aussicht auf Rettung besteht. Falls Sie das betrifft, ziehen Sie unbedingt einen Anwalt zurate.
  • Neu 12.04.2021: Unternehmen ohne oder mit ungenügendem Zugang zu regulären Bundes- oder Landeshilfen erhalten nach Härtefallprüfung Unterstützung durch den neu aufgelegten Härtefallfonds mit 30 Mio. Euro 

Unterstützung nach dem Infektionsschutzgesetz

  • Unterstützung für Eltern, die wegen der Kinderbetreuung Verdienstausfälle erleiden
  • Unterstützung bei behördlich angeordneter Quarantäne: Merkblatt (inkl. Link zum Antrag, gilt nur für persönlich betroffene Arbeitnehmer*innen und Selbständige, also Infizierte, deren Kontaktpersonen und Rückkehrer*innen aus Risikogebieten, die behördlich unter Quarantäne gestellt werden)

Überbrückungsstipendium – Antragsfrist abgelaufen

  • Soloselbständige im Kulturbereich MVs können über MV-Schutzfonds Kultur einmaliges oder zweites Stipendium von 2.000 Euro beantragen
  • Zahlung ohne Anrechnung neben November- und Dezemberhilfen des Bundes oder NEUSTART KULTUR (bei unterschiedlichem Förderzweck)
  • Beantragung bis 31.3.2021: lfi-mv.de

Förderung der Ausbildungssicherung

Unternehmen und Freiberufler können zeitlich befristet über die Qualifizierungsförderung der GSA auch eine Zuwendung für Qualifizierungsmaßnahmen von Auszubildenden in anerkannten Ausbildungsberufen erhalten.

Planung weiterer Maßnahmen der Berufsorientierung in Pandemie-Zeiten: Bewerbungs-Coachings für benachteiligte SchülerInnen, betriebliche Praktika, digitales Azubi-Mentoring 

Grundsicherung

  • Für Menschen in Kurzarbeit, die vom Kurzarbeitsgeld ihren Lebensunterhalt nicht decken können
  • Für Selbständige, Freiberufler*innen und Kleinunternehmer*innen, deren Liquidität nicht für den eigenen Lebensunterhalt ausreicht 
  • Vereinfachte, großzügigere Regeln
  • Alle Informationen sowie das vereinfachte Antragsformular

Beratungsförderung

Fördermöglichkeiten gibt es über Gutscheine für Beratung durch autorisierte Beratungsunternehmen in den Programmen go-digital und go-innovativ. Hier können KMU unter 100 Beschäftigte jeweils 50 % der Beratungskosten sparen. Alle Informationen dazu hier.

Kostenfreie Beratung gibt es auch bei den jeweils zuständigen Kammern und Innungen sowie natürlich bei uns und den jeweils lokal zuständigen Wirtschaftsförderungen. Sprechen Sie uns gerne an!

Ihr Ansprechpartner

Marcus Lange

Marcus Lange

Referent Wirtschaftsförderung


Ihr Ansprechpartner für:

Büro:
Adolf-Pompe-Straße 12-15, 17109 Demmin
EGZ Warendorfer Straße 20, 17192 Waren/Müritz
Telefon: +49 174 3084005
Mail: marcus.lange@wirtschaft-seenplatte.de