3. Baltic Sea Business Day: MSE beim Spitzentreffen der Ostseeanrainer

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Nach zwei erfolgreichen Baltic Sea Business Days mit zuletzt 500 Teilnehmenden lud die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig gemeinsam mit den Wirtschafts­kammern am 16.04.2026 zum 3. Baltic Sea Business Day (BSBD) in die Stadthalle Rostock ein.

„Ein Wirtschaftsraum, viele Partner“ – diese Tatsache stellte bei Wirtschaftstreffen die Festigung und den Ausbau der Zusammenarbeit im Ostseeraum in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Werde Teil des Netzwerkes!“ kamen mehr als 650 Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen demokratischen Ostsee­anrainer­staaten in Rostock zusammen, diskutierten Themen wie klimaneutrales Wirtschaften, Sicherheit und CO2-freie Ostsee, knüpften bei der B2B-Kooperationsbörse neue Kontakte und präsentierten in der StartUp & Company Area innovative Ideen. Eine Plattform, die auch die Wirtschaftsförderungen des Landes für sich nutzten und vor Ort mit zahlreichen Unternehmerinnen und Unternehmern ins Gespräch kamen. Die Wirtschaftsförderung MSE, vertreten durch die Wirtschaftsreferenten Kirsten Danert und Stephan Kunkel, nutzte vor Ort zusätzlich die Möglichkeiten der B2B-Kooperationsbörse und führte dort etliche Gespräche mit, am Standort MSE interessierten Investoren.

MV-Ministerpräsidentin Manuela Schwesig betonte in ihrer Eröffnungsrede den Wert der Zusammenarbeit im Ostseeraum: „Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern wollen Geschäfte im Ostseeraum machen. Wir laden Unternehmen aus anderen Ostseeländern ein, bei uns zu investieren. Denn wir sind davon überzeugt: Durch gute Ostseezusammenarbeit gewinnen alle.“

Schwesig zog aber auch Bilanz: „Das Handelsvolumen Deutschlands mit den Ostseeanrainerstaaten ist mit 341 Milliarden Euro größer als mit den Haupthandelspartnern, China und den Vereinigten Staaten. Mecklenburg-Vorpommern wickelt etwa 25 Prozent seines Außenhandels mit den Ostseeländern ab. Nach vorläufigen Zahlen ist das Gesamtvolumen 2025 um 14 Prozent auf fast 21 Milliarden Euro gestiegen.“ Zu den Hauptexportgütern MVs in den Ostseeraum gehört Weizen ebenso wie Schiffe. 70 Prozent der Düngemittel gehen in den Ostseeraum. MV importiert Erdöl, Erdgas, Mineralölerzeugnisse, Pappe und Papier – letzteres zu 94 Prozent aus Finnland. Das Handelsvolumen mit Polen betrug 2025 rund 1,4 Milliarden Euro.

Die Regierungschefin machte klar: „Jedes Unternehmen, das in Mecklenburg-Vorpommern investieren oder erweitern will, findet in der Staatskanzlei und im Wirtschaftsministerium offene Türen und die Bereitschaft, konkret zu helfen. Wir sind ein Land der kurzen Wege und Ansiedlung ist bei uns Chefinsache.“ Wofür eben auch der BSBD steht, der ein Spitzentreffen der Ostseeanrainer ist, das Forum für den Ideentausch, die Plattform für Kontakte rund um die Ostsee.

Spannend war vor diesem Hintergrund auch der Vortrag von Gerd Chrzanowski, Komplementär der Schwarz Gruppe. Dieser unterstrich die Bedeutung der digitalen Souveränität als Grundlage für die künftige Handlungsfähigkeit von Unternehmen und Staaten, ja für den Erhalt demokratischer Gesellschaften. Die Unternehmensgruppe, die sich bereits 2017 mit einer eigenen Cloudlösung unabhängig gemacht hat von marktbestimmenden Techriesen, erreicht mit den eigenen digitalen Diensten (Schwarz Digits) mehr als 1/3 aller, in Europa lebender Menschen. Chrzanowski betonte, dass Daten und der sichere Umgang mit diesen der Rohstoff der Zukunft seien, deren sichere Speicherung über die Sicherheit in Europa entscheide. Nach den digitalen Trends Social Media und KI sieht Chrzanowski in der Quantentechnologie das nächste Zukunftsthema, bei dem Deutschland nicht nur noch mitbestimmen kann, sondern dies auch sollte. Immerhin investiert das Unternehmen daher auch bereits 11 Milliarden Euro in den Bau eines Großrechenzentrums in Lübbenau.

PM/MPin

 

 

 

 

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