MSE, VG und VR wollen sich gemeinsam wirtschaftlich positionieren

Wie wird aus drei starken Landkreisen eine gemeinsam sichtbare Wirtschaftsregion? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Workshops zur Vorbereitung des Standortmarketingkonzepts im Rahmen des Strategischen Regionalen Entwicklungskonzeptes (SREK) der Landkreise Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Mecklenburgische Seenplatte am 24.06.2026 in Greifswald.
Fachlich begleitet wird der Prozess von LennardtundPartner. Im Fokus stand die Frage, wie die wirtschaftlichen Stärken der Region unter einer gemeinsamen inhaltlichen Klammer sichtbarer werden können. Ein wichtiges Zwischenergebnis: Die „Bioökonomie“ bietet das Potenzial, vorhandene Kompetenzen strategisch zu bündeln und zugleich ein gemeinsames, nach außen verständliches Standortprofil zu entwickeln.

Dabei wurde deutlich: Die drei Landkreise verfügen über starke Kompetenzfelder, die sich inhaltlich unter dem Begriff Bioökonomie zusammenführen lassen. Dazu zählen die Gesundheitswirtschaft, die maritime Wirtschaft, eine leistungsfähige Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie eine starke touristische Wirtschaft. Beispiele wie die Nutzung von Moorflächen durch Paludikultur, die industrielle Verarbeitung nachwachsender Rohstoffe oder Projekte aus dem Life-Science-Bereich zeigen, dass hinter dem Begriff bereits heute konkrete Praxis steht, an die künftig angeknüpft werden kann.

Gleichzeitig wurde diskutiert, wie Bioökonomie in der Kommunikation nach außen genutzt werden kann. Als „Brille“ soll sie nicht den Fachbegriff allein in den Mittelpunkt stellen, sondern zeigen, wie sich das Konzept in den Kompetenzfeldern der Region konkret widerspiegelt – in Unternehmen, Innovationen und regionalen Wertschöpfungsketten.

Regionale Stärken gezielter sichtbar machen

Ein zentrales Thema im Workshop war die Wahrnehmung der Region. Während sie von außen häufig mit Tourismus, Landschaft und Lebensqualität verbunden wird, zeigt der Blick nach innen ein deutlich breiteres wirtschaftliches Profil. Künftig soll dieses Profil stärker sichtbar gemacht werden – mit den Kompetenzen, Unternehmen und Entwicklungsmöglichkeiten, die die Region prägen.

Im Fokus stehen dabei insbesondere wirtschaftliche Zielgruppen – etwa Unternehmen, Investoren, Gründerinnen und Gründer sowie Fachkräfte. Sie suchen nicht nur ein positives Standortimage, sondern schnell auffindbare und passende Angebote – von verfügbaren Flächen und geeigneten Infrastrukturen über relevante Netzwerke und Unterstützungsangebote bis hin zu klaren Ansprechpartnern für Ansiedlung, Kooperation, Innovation und Arbeiten in der Region. Bestehende Unternehmen und Schlüsselakteure in den Kompetenzfeldern können dabei als Botschafter wirken: Sie machen sichtbar, welche Kompetenzen, Lösungen und Entwicklungsmöglichkeiten bereits vorhanden sind. Gerade im Zusammenspiel der drei Landkreise liegt ein besonderer Mehrwert, weil gemeinsam mehr Unternehmen erreicht, Netzwerke besser genutzt und ein breiteres Standortangebot vermittelt werden kann. 

Mit neuen Perspektiven in die Zukunft

Das künftige Standortmarketing soll an das Landesmarketing, die Regionale Innovationsstrategie und weitere bestehende Konzepte des Landes Mecklenburg-Vorpommern anschließen und zugleich ein eigenständiges, praxisnahes Profil aus der Region heraus entwickeln. Mit der Bioökonomie als möglicher verbindender Klammer ist dafür ein wichtiger Schritt getan. In den kommenden Monaten gilt es, die Ansätze weiter zu konkretisieren und die Region aktiv ins Blickfeld von Unternehmen, Fachkräften, Investoren und Partnern zu rücken.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) gefördert.

www.lennardtundpartner.de

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