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Lieferketten unter Druck: Warum Nachhaltigkeit zunehmend zur Pflicht wird

Für viele kleine und mittlere Unternehmen besteht heute keine direkte Pflicht zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Dennoch steigen die Anforderungen spürbar. Der Grund: Große Unternehmen müssen im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsberichterstattung und ihrer Lieferkettenanforderungen zunehmend Daten von ihren Zulieferern einfordern. Dadurch entsteht eine indirekte Verpflichtung entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Immer häufiger erhalten Unternehmen Fragebögen zu CO₂-Emissionen, Energieverbrauch, Umweltmanagement, sozialen Standards oder Governance-Themen. Wer diese Informationen nicht bereitstellen kann, riskiert Wettbewerbsnachteile oder wird bei Ausschreibungen und Lieferantenbewertungen schlechter eingestuft. Nachhaltigkeit entwickelt sich damit von einem freiwilligen Engagement zu einem entscheidenden Faktor für die Sicherung von Geschäftsbeziehungen.
Besonders betroffen sind Zulieferer in Industrie, Handwerk und Dienstleistung, die Teil größerer Lieferketten sind. Kunden, Banken und öffentliche Auftraggeber erwarten zunehmend belastbare Nachhaltigkeitsdaten und transparente Prozesse. Dabei geht es nicht nur um die Erfüllung von Anforderungen, sondern auch um die Identifikation von Einsparpotenzialen, Kostensenkungen und Zukunftschancen.
Das deutsch-polnische Projekt POLSMA , an dem auch die IHK Neubrandenburg beteiligt ist, unterstützt Unternehmen dabei, sich frühzeitig auf diese Entwicklungen vorzubereiten. Mit praxisnahen Informationen, Austauschformaten und konkreten Hilfestellungen hilft POLSMA Unternehmen, die steigenden Anforderungen zu verstehen und schrittweise umzusetzen. So werden Betriebe in Deutschland und Polen dabei unterstützt, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und sich als verlässliche Partner in nachhaltigen Lieferketten zu positionieren.
Die zentrale Botschaft: Auch wenn viele Unternehmen heute nicht unmittelbar berichtspflichtig sind, werden Nachhaltigkeitsanforderungen zunehmend über Kunden und Lieferketten an sie herangetragen. Wer jetzt handelt, sichert sich wichtige Marktchancen für die Zukunft.
Kontakt IHK Neubrandenburg:
Dieta Bladt
POLSMA Projekt
Bereich Wirtschaft und Standortpolitik
T: +49 395 5597-317
E-Mail
www.neubrandenburg.ihk.de






