Das Rostocker Unternehmen PLANET AI hat mit seinem System Luna + IDA die renommierte DocVQA 2026 Challenge gewonnen und sich damit gegen die weltweit führenden KI-Modelle internationaler Technologiekonzerne durchgesetzt. In sieben von acht Wettbewerbskategorien belegte das Unternehmen den ersten Platz und verwies damit unter anderem die Systeme von Google und OpenAI deutlich auf die weiteren Plätze.
Bei dem Wettbewerb wird geprüft, wie gut KI-Systeme unterschiedliche Dokumente verstehen und Fragen dazu beantworten können. PLANET AI setzte sich gegen ein internationales Teilnehmerfeld durch und belegte in sieben von acht Kategorien den ersten Platz.
Die DocVQA Challenge gilt als einer der weltweit anspruchsvollsten Wettbewerbe für maschinelles Dokumentenverständnis. Erstmals mussten die teilnehmenden Systeme Dokumente aus unterschiedlichsten Bereichen – darunter Geschäftsberichte, wissenschaftliche Poster, Karten, Infografiken, Comics und technische Zeichnungen – analysieren und komplexe Zusammenhänge erkennen. Gefordert war nicht nur das Auslesen von Informationen, sondern ein tiefes Verständnis komplexer Dokumente.
Besonders bemerkenswert ist, dass PLANET AI dabei einen eigenständigen technologischen Ansatz verfolgt. Statt ausschließlich auf immer größere KI-Modelle zu setzen, kombiniert das Unternehmen verschiedene spezialisierte Systeme miteinander und erreicht dadurch eine deutlich höhere Qualität bei der Dokumentenanalyse.
PLANET AI wurde 2015 in Rostock gegründet und arbeitet eng mit der Universität Rostock zusammen. Das Unternehmen beschäftigt rund 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Unterstützt wird die Entwicklung unter anderem durch das Forschungsvorhaben SPOC-AI, das PLANET AI gemeinsam mit ALTOW und der Universität Rostock umsetzt. Das Land Mecklenburg-Vorpommern fördert das Projekt mit ca. 7,1 Mio. Euro. Das Gesamtvolumen beträgt 11,4 Mio. Euro.
„Der Erfolg zeigt, dass gezielte Technologieförderung wirkt. Wenn Unternehmen, Wissenschaft und Land zusammen-arbeiten, kann daraus echte Wertschöpfung entstehen. Genau solche Entwicklungen wollen wir in Mecklenburg-Vorpommern weiter stärken“, sagte Staatssekretär Schulte.
Zugleich bereitet das Wirtschaftsministerium eine eigene KI-Förderrichtlinie vor. Damit sollen vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Einführung konkreter KI-Anwendungen unterstützt werden. Vorgesehen ist eine Förderung von bis zu 50 Prozent und maximal 50.000 Euro je Unternehmen. Insgesamt stehen dafür 3 Mio. Euro zur Verfügung.
„Nicht jedes Unternehmen muss selbst KI entwickeln. Aber viele Unternehmen können KI sinnvoll nutzen. Unser Ziel ist, dass solche Technologien auch in der Breite der Wirtschaft ankommen – gerade im Mittelstand“, so Staatssekretär Schulte.
Die offizielle Preisverleihung findet im Rahmen der internationalen ICDAR-Konferenz vom 30.08. bis 04.09.2026 in Wien statt.







