Die Nutzung erneuerbare Energien läuft in MV

Wie können erneuerbare Energien noch stärker für Wärmeversorgung, Mobilität und wirtschaftliche Entwicklung genutzt werden? Dafür war Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, vor Ort im Austausch mit regionalen Akteurinnen und Akteuren. Auf dem Programm standen die Stadtwerke Greifswald, der Verein Vorpommersche Dorfstraße in Stolpe an der Peene, die MECK-SCHWEIZER in Gessin und GTC Energy Solutions in Güstrow.

„Von einer verlässlichen Wärmeversorgung über nachhaltige Elektromobilität im ländlichen Raum bis hin zur Nutzung erneuerbarer Energien von regionalen Unternehmen – dafür sehen wir heute viele gute Beispiele in unserem Land“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Den Auftakt der Energietour bildete der Besuch des Heizkraftwerks „Helmshäger Berg“ der Stadtwerke Greifswald. Im Mittelpunkt stand das innovative Kraft-Wärme-Kopplungssystem „Boddenluft“. Die Anlage verbindet eine hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung mit Power-to-Heat und Solarthermie.

„Power-to-Heat, Wärmepumpen, Speicher und Wärmenetze müssen zusammen gedacht werden. Genau das wird hier vor Ort gemacht“, so Staatssekretärin Jesse.

Ein weiterer Schwerpunkt der Energietour lag auf der Elektromobilität im ländlichen Raum. Beim Verein Vorpommersche Dorfstraße in Stolpe an der Peene informierte sich die Staatssekretärin über das Projekt „Elektromobile Ferienstraße“. Mit Unterstützung des Landes wurde ein regionales Netz öffentlich zugänglicher Ladepunkte aufgebaut. Das Projekt verbindet damit nachhaltige Mobilität und die touristische Entwicklung des ländlichen Raums.

„Gerade im ländlichen Raum ist eine verlässliche Ladeinfrastruktur eine Voraussetzung dafür, dass moderne und nachhaltige Mobilität funktioniert und Regionen touristisch attraktiv sind. Die Vorpommersche Dorfstraße zeigt, wie engagierte regionale Akteure mit Unterstützung des Landes erfolgreich eigene Lösungen entwickeln, von denen alle profitieren“, sagte Staatssekretärin Jesse.

Wie erneuerbare Energien, regionale Wirtschaft und Mobilität unmittelbar miteinander verbunden werden können, zeigte der Besuch der Meck-Schweizer GmbH in Gessin. Die Regionalvermarktungsinitiative verbindet regionale Produkte, eine eigene Handelsplattform, eine elektrische Lieferflotte sowie eine Photovoltaikanlage mit Speicher und Schnellladesäule. Ergänzt wird das Konzept durch Wärmerückgewinnung, Wärmepumpentechnik, Elektromobilitätsangebote im Dorf sowie Agroforst und Bioenergie.

„Die MECK-SCHWEIZER zeigen anschaulich, was man mit erneuerbaren Energien machen kann: Solarstrom, Speicher, elektrische Mobilität sowie eine effiziente Wärme- und Kältenutzung. Gleichzeitig verbinden sie dies mit einem ein „Konsum“ für regionale Lebensmittel und Café – und schaffen damit einen Begegnungsort für Jung und Alt. Das ist eine Erfolgsgeschichte aus Mecklenburg-Vorpommern, getragen von einem Familienbetrieb mit Eigeninitiative und großem Engagement“, so Staatssekretärin Jesse.

Im Anschluss besuchte Staatssekretärin Jesse die GTC Energy Solutions GmbH in Güstrow. Das Unternehmen entwickelt und produziert Lithium-Ionen-Energiespeicher und Steuerungssysteme insbesondere für die Schifffahrt und die maritime Wirtschaft. „Die GTC Energie Solutions GmbH zeigt, wie aus der Verbindung von moderner Speichertechnologie und maritimer Kompetenz die Batterien für elektrische Antriebssysteme insbesondere Schiffe und Fähren entwickelt werden. Wir sind froh, solche Unternehmen in unserem Land zu haben“, so Staatssekretärin Jesse.

PM/WM

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