140.000 Gäste sind vom 18. bis zum 20. Mai 2018 zum Mecklenburg-Vorpommern-Tag 2018 nach Rostock gekommen – so viele wie noch nie, gab Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) zum Abschluss am Sonntag bekannt gab. Neben dem schönen Wetter spielte dabei sicherlich auch der Gastgeber – die Hansestadt Rostock – eine Rolle, die in diesem Jahr ihr 800-jähriges Stadtjubiläum begeht.

„Der MV-Tag ist wichtiger denn je“, sagte Ministerpräsidentin Schwesig im Gespräch mit Besuchern. „An einem Wochenende kommt das ganze Land zusammen, alle die sich engagieren, ob das in den Landkreisen ist oder in verschiedenen Vereinen. Es ist wichtig, auf das, was wir erreicht haben, stolz zu sein“, resümierte Schwesig und betonte die Vorzüge MVs wie sanierte Städte und Dörfer inmitten intakter Natur, gute Bedingungen für Wirtschaft und Wissenschaft und die kulturelle Vielfalt hierzulande. Entsprechend stand das Fest unter dem Motto „Vielfalt entdecken im Land zum Leben“.

Diese präsentierten auch die Teilnehmer aus der Seenplatte. Den größten Landkreis Deutschlands vertraten beim MV-Tag 2018 unter anderem das AGRONEUM Alt Schwerin, das 3 Königinnen Palais Mirow, das Heinrich-Schliemann-Museum Ankershagen, das MÜRITZEUM in Waren, der Bärenwald Müritz aus Stuer, das Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz aus Neustrelitz, die Müritz-Saga aus Waren, die Stadt Neubrandenburg und der Tourismusverband Mecklenburgische Seenplatte e. V.

Diese punkteten bei den auch zahlreichen ausländischen Gästen – Kreuzfahrer aus Warnemünde nahmen die Gelegenheit, Land und Leute kennen zu lernen, gerne wahr – unter anderem mit dem historischen Lanz Bulldog aus dem AGRONEUM, auf dem Landwirtschaftsminister Till Backhaus seine Runden drehte, und mit spannenden und amüsanten Kinderangeboten aus MÜRITZEUM und Bärenwald.

In Bezug auf die präsentierte und gelebte Vielfalt in Mecklenburg-Vorpommern sagte der Bischof der Nordkirche, Andreas von Maltzahn, in seiner Andacht auf dem Neuen Markt, er träume von einem Land zum Leben, das seine Vielfalt nicht argwöhnisch beäugt, sondern als Reichtum versteht. „Ein Land, das seine Schätze freimütig teilt, weil es weiß: ‚Das Glück ist das Einzige, was sich verdoppelt, wenn man es teilt'“.

„Da kommt eine große Nummer auf uns zu“, schloss Greifswalds Oberbürgermeister Stefan Fassbinder (Grüne). Die Universitätsstadt wird in zwei Jahren den MV-Tag ausrichten. Noch gebe es laut Fassbinder für 2020 zwar keine konkreten Pläne. Greifswald sei aber eine Stadt der Innovation, der Experimente und des Ausprobierens – auch in Bezug auf Nachhaltigkeit. Wir können also gespannt sein auf den MV-Tag 2020.

Über den MV-Tag 2018

  

Vom Marktplatz bis zum Stadthafen gab es auf dem MV-Tag 2018 sieben Erlebnisbereiche, in denen Vereine, Verbände und Initiativen Einblicke in ihre Arbeit geben. Außerdem waren die Landesregierung, der Landtag, die Kommunen, Partnerregionen, Handwerker und Hilfsorganisationen präsent. Dazu gab es zahlreiche kulturelle Angebote – Höhepunkt war am Sonnabend der Auftritt von Culcha Candela auf der Landesbühne auf dem Neuen Markt, präsentiert von NDR 1 Radio MV und dem Nordmagazin. Tausende Gäste feierten ausgelassen und friedlich bis in die Nacht hinein. Am Stadthafen konnten Besucher zudem zehn Schiffe u.a. von Marine, Feuerwehr und Polizei besichtigen. Auch eine Parade mit Maskottchen aus der Region war zu bestaunen. Karnevalsvereine aus dem ganzen Land brachten ein großes Showprogramm auf die Bühne. Für die Sicherheit der Veranstaltung sorgte erstmals ein neues Konzept der Eisengießerei Torgelow namens „City Safe“. Neuartige Fahrzeugsperren sollen verhindern, dass schwere Fahrzeuge auf die Veranstaltungsflächen fahren. Die Veranstaltung kostete das Land rund 260.000 Euro.

NDR/WMSE