Modellregion Tollense: Erneuerbare Energien aus der Region für die Region

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Am 01.09.2026 luden die Projektpartner der „Modellregion Tollense“ zur Vorstellung des ambitionierten Vorhabens ins Gutshaus nach Tützpatz. Mehr als 110 Unternehmerinnen und Unternehmer sowie Kommunalvertreter der Region folgten der Einladung und informierten sich in der, durch die Wirtschaftsförderung MSE organisierten, Dialogveranstaltung über das Projekt, das ein Vorzeigeprojekt für ganz M-V werden soll.

Ziel der Modellregion ist es, die Potentiale der erneuerbaren Energien stärker für die wirtschaftliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung vor Ort zu nutzen. Grundlage dafür ist ein, am 20.04.2026 gestarteter, gemeinsamer Entwicklungsprozess von Land, Kommunen, Landkreisen und Unternehmen.

„Der Ausbau der erneuerbaren Energien muss sich vor Ort auszahlen. Hier wollen wir vom Wort zum Handeln kommen und die Erzeugung, Speicherung und Nutzung der erneuerbaren Energien gezielt mit der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort verbinden. Wir wollen für energieintensive Unternehmen attraktive Rahmenbedingungen anbieten“, sagte Ines Jesse, Staatssekretärin des Wirtschaftsministerium M-V vor Ort.

Die Tollense-Region verfügt über hohe Potentiale bei Wind- und Solarenergie sowie über eine wachsende Energieinfrastruktur. Umspannwerke, Speicher sowie Gas- und Wasserstoffpipelines sollen stärker mit neuen wirtschaftlichen Nutzungen – wie beispielsweise die Ansiedlung von Rechenzentren – verknüpft werden. Erneuerbare Energien können so direkt in Gewerbegebieten oder von energieintensiven Unternehmen vor Ort genutzt werden. Entstehende Abwärme kann für weitere Betriebe oder kommunale Wärmenetzte eingesetzt werden. Kommunen und deren BürgerInnen profitieren von neuen Arbeitsplätzen, günstigen Energiepreisen und höheren Gewerbesteuereinnahmen.

„Die Modellregion ist aus dem Engagement der Menschen und Unternehmen vor Ort entstanden. Kommunen, Unternehmen, Netzbetreiber und das Land bringen sich aktiv ein, entwickeln gemeinsam konkrete Lösungen und nutzen die vorhandenen Potentiale der Erneuerbaren. So bringen wir die Region gemeinsam weiter voran“, betonte Staatssekretärin Jesse. Dabei werden auch bestehende Herausforderungen gemeinsam angegangen. Dazu gehören insbesondere die Verfügbarkeit leistungsstarker Stromanschlüsse, die Erschließung von grünen Gewerbegebieten und beschleunigte Planungsverfahren. Die Regionalen Planungsverbände Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald sollen die planerischen Voraussetzungen landkreisübergreifend unterstützen.

„Die Modellregion Tollense ist kein Projekt, das von oben verordnet wird. Sie lebt vom Engagement der Menschen vor Ort. Es ist die erste Modellregion dieser Art und ein Meilenstein für Mecklenburg-Vorpommern. Wenn es uns gelingt, erneuerbare Energien, Infrastruktur und unternehmerische Ansiedlungen klug miteinander zu verknüpfen, kann daraus zusätzliche Wertschöpfung entstehen. So zeigt die Tollense-Region, wie die ländlichen Räume Mecklenburg-Vorpommerns zu Motoren für Innovation und wirtschaftliche Entwicklung werden können“, schließt Staatssekretärin Jesse.

Zum Auftakt der Modellregion hatten sich am 20. April 2026 auf Initiative von Altentreptows Bürgermeisterin Claudia Ellgoth regionale Unternehmen und das Wirtschaftsministerium M-V erstmals in größerer Runde zusammengefunden. Seitdem haben sich weitere Akteure angeschlossen. Mit einer gemeinsamen Erklärung zur Modellregion Tollense bekräftigten die Beteiligten nach einer informativen Podiumsdiskussion zu bestehenden Projekten der Region am 01.09.2026 ihren Willen, die Entwicklung der Region gemeinsam weiter voranzutreiben.

Neben der zugesagten Unterstützung der beteiligten Kommunen stachen in der Podiumsdiskussion besonders die in der Modellregion engagierten Unternehmen hervor, die ihrerseits mit Energieprojekten – Solarflächen, Windparks, Umspannwerk, der Planung eines Korridors von Rechenzentren – bereits weit in Vorleistung gegangen sind. Manfred Komesker (Komesker GmbH) forderte entsprechend, dass das Wissen, das projektbedingt vor Ort ist, jetzt entsprechend vermarktet werden muss. „Denn, die Energiewende ist unumkehrbar. Wir können nur noch entscheiden, ob und wie viel wir davon profitieren.“ Matthias Niedzwetzki (Windbauer GmbH) definierte die Zielstellung so: „Engagiert an der Kreuzung dreier Höchstleistungsleitungen schicken wir künftig keinen Strom mehr nach Süden, sondern Daten“. Und Andreas Eichler von der, im Energiepark Friedland engagierten, Steinbock EE GmbH & Co.KG, fasste das Modellvorhaben so zusammen: „Energie ist Wirtschaft. Mit der erneuerbaren Energie, die in der Region erzeugt wird, ist es jetzt die Aufgabe, grüne Gewerbegebiete zu schaffen und dort energieintensive Unternehmen anzusiedeln, über neue Arbeitsplätze, höhere Steuereinnahmen, mehr Klimaschutz und die Beteiligung der Menschen die Akzeptanz in der Bevölkerung für erneuerbare Energien zu erhöhen.“

Die unterzeichnenden Projektpartner: Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V, Gemeinde Bartow, die Städte Altentreptow, Friedland und Jarmen, Daberkower Landhof AG, Komesker GmbH, Steinbock EE GmbH & Co.KG, Windbauer GmbH, WIND-projekt Ingenieur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH.

Kontakt: Wirtschaftsförderung MSE GmbH, Stephan Kunkel

Kurzkonzept der Modellregion Tollense

Konzeptpapier Modellregion Tollense (Langversion)

 

 

 

 

 

 

 

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