Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, hat am 18.08.2026 drei wichtige Straßenbauprojekte im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte besucht. Im Fokus standen die Ersatzneubauten von zwei Bahnbrücken an der B192 in Waren, der Ausbau der Ortsdurchfahrt Burg Stargard an der L 33 sowie die Ortsumgehung Mirow entlang der B 198.
„Ob Brücken, Ortsdurchfahrten oder Ortsumgehungen: hinter diesen Projekten stehen intensive Planungen, umfangreiche Abstimmungen und erhebliche Investitionen. Umso wichtiger ist es, dass diese wichtigen Maßnahmen gut vorankommen und am Ende spürbare Verbesserungen bringen. Das gilt für die Menschen vor Ort, die Unternehmen in der Region und die Verkehrssicherheit insgesamt“, betonte Staatssekretärin Jesse.
In Waren informierte sich Staatssekretärin Jesse über den aktuellen Stand des Ersatzneubaus für die beiden Bahnverkehrsbrücken der B 192. Die Bauarbeiten laufen seit August 2024 und werden im Sommer 2028 abgeschlossen werden. Die Baukosten betragen rund 29 Mio. Euro und werden überwiegend vom Bund getragen. Die Planungskosten trägt das Land. Mit dem Ersatzneubau wird die zweistreifige Befahrbarkeit der Bundesstraße dauerhaft gesichert und wieder für den Schwerlastverkehr ohne Einschränkungen nutzbar gemacht. Mit mehr als 20.000 Fahrzeugen täglich gilt die B 192 als bedeutende überregionale Verkehrsverbindung.
In Burg Stargard besichtigte Staatssekretärin Jesse den Ausbau der Ortsdurchfahrt L 33. Im ersten Bauabschnitt umfasst die Bahnhofstraße ab Walkmüllerweg über die Marktstraße bis zum Markt. Neben dem grundhaften Ausbau der Fahrbahn und der Nebenanlage wird auch die Oberflächenentwässerung erneuert. Der erste Spatenstich erfolgte am 30. März 2026. Die Bauzeit des ersten Abschnitts beträgt sechs Monate. Die Baukosten betragen rund 790.000 Euro, von denen das Land rund 570.000 Euro trägt. Der anschließende zweite Bauabschnitt umfasst unter anderem den Bereich des Bahnübergangs und wird ab 2029 gemeinsam mit der Deutschen Bahn umgesetzt.
Anschließend machte sich Staatssekretärin Jesse ein Bild von der neuen Ortsumgehung Mirow. Die rund 8,3 Kilometer lange Umgehungsstraße ist Teil der B 198 und gilt als Projekt des vordringlichen Bedarfs im Bundesverkehrswegeplan 2030. Die B 198 hat eine wichtige überregionale Verbindungsfunktion, insbesondere für den Güterverkehr in Ost-West-Richtung. Die derzeitige Ortsdurchfahrt führt über rund drei Kilometer Länge durch die Stadt und ist durch enge und kurvige Straßenabschnitte, Grundstückzufahrten und nicht ausreichende Geh- und Radwege geprägt. Nach dem offiziellen Spatenstich im März 2025 sind die erforderlichen Fäll- und Rodungsarbeiten durchgeführt sowie erste Überführungsbauwerke der umliegenden Straßenverbindungen entlang der Trasse fertiggestellt worden. Für die neue Ortsumgehung sind umfangreiche Ausgleichs- und Artenschutzmaßnahmen vorgesehen. Dazu gehören rund 125 Hektar neue Wiesen, Gehölzstrukturen, Kleingewässer, Feuchtgebiete sowie rund zwölf Hektar neuer Laubmischwald.
„Die Ortsumgehung Mirow ist ein großes und anspruchsvolles Infrastrukturprojekt. Nach einer langen Planungsphase nimmt die neue Trasse nun sichtbar Gestalt an. Mit der Umgehung schaffen wir eine deutliche Entlastung für die Menschen in Mirow und verbessern gleichzeitig die überregionale Verkehrsanbindung“, so Staatssekretärin Jesse.
Für den Erhalt und den Neubau von Bundes- und Landesstraßen in Mecklenburg-Vorpommern sind in diesem Jahr Investitionen in Höhe von insgesamt rund 263 Millionen Euro geplant. Davon sind rund 182 Millionen Euro für Bundesstraßen und 80,6 Millionen Euro für Landesstraßen vorgesehen. Im vergangenen Jahr hatten Bund und Land rund 160 Millionen Euro für Straßenbaumaßnahmen in Mecklenburg-Vorpommern investiert.







