Direkt nach den Weihnachtsfeiertagen stellte Landes-Wirtschaftsminister Harry Glawe die Wirtschaftsentwicklung des Landes 2017 sowie den Ausblick für 2018 vor. Nach einem Jahr 2017 mit stabilem Wachstum von preisbereinigt 1,5 % bis 1,9 % rechnet das Ministerium auch für 2018 mit einer positiven Entwicklung.Dazu sollen auch weiterhin Unternehmens-Neuansiedlungen beitragen: „Im produzierenden Bereich liegt weiteres Potential. Auch deshalb setzen wir weiter auf Neuansiedlungen. Wir wollen auch im Ausland weiter um Investoren für Mecklenburg-Vorpommern werben“, so Wirtschaftsminister Glawe. „Neuansiedlungen und Erweiterungen sind enorm wichtig, weil Fachkräfte vor allem durch attraktive Arbeitsplätze im eigenen Land gehalten oder zurückgeholt werden können“, erläuterte Glawe.

Im Jahr 2017 wurden für 96 neue Investitionsvorhaben der gewerblichen Wirtschaft insgesamt rund 73,98 Millionen Euro Zuschüsse des Wirtschaftsministeriums bewilligt. Dadurch können Investitionen in Höhe von rund 463,11 Millionen Euro realisiert werden. Mit Abschluss aller Vorhaben werden rund 883 Arbeitsplätze neu entstanden und rund 3.888 Arbeitsplätze gesichert sein (Stand:11.12.2017).

Neue Regeln bei Investitionsförderung

Ab dem 1. Januar 2018 treten neue Regeln bei der Förderung im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW) in Kraft . Auf Grund europarechtlicher Vorgaben gelten neue Höchstfördersätze für Unternehmen: 10 Prozent für große Unternehmen (ab 250 Beschäftigte), 20 Prozent für mittlere Unternehmen (50 bis 249 Beschäftigte) und 30 Prozent für kleinste und kleine Unternehmen (0 bis 49 Beschäftigte). Die Basisfördersätze liegen zukünftig fünf Prozentpunkte unterhalb der Höchstfördersätze. Liegt der Höchstfördersatz bei 10 Prozent, entspricht er dem Basisfördersatz.

In Vorpommern-Greifswald liegt der Höchstfördersatz bei 20 Prozent für große Unternehmen, 30 Prozent für mittlere Unternehmen und 40 Prozent für kleinste und kleine Unternehmen. „Wir sind in den vergangenen Jahren in Mecklenburg-Vorpommern wirtschaftlich deutlich vorangekommen. Dies bedeutet, dass wir heute nicht mehr Höchstfördergebiet innerhalb der EU sind, Unternehmen werden dennoch bestmöglich weiter unterstützt“, sagte Wirtschaftsminister Harry Glawe.

Förderung von Qualifizierung

Glawe betonte auch die Bedeutung der Qualifizierung von Mitarbeitern: „Es ist wichtig, dass Menschen, die einen Job haben, fit für die Zukunft gemacht werden. Das geschieht, indem sie die Möglichkeit bekommen, sich zu qualifizieren. Davon profitieren auch die Unternehmen. Die beste `Ressource´, die ein Unternehmen haben kann, sind qualifizierte Fachkräfte. Darüber hinaus ist Qualifikation auch zunehmend eine Wettbewerbsfrage, wenn es um Aufträge geht.“

Dafür gibt es ebenfalls Fördermöglichkeiten: Für die Kompetenzfeststellung der Beschäftigten, für die Analyse des Qualifizierungsbedarfs für Arbeitsplätze im Unternehmen oder für die berufliche Qualifizierung von Beschäftigten können je nach Voraussetzungen bis zu 50 Prozent der förderfähigen Kosten direkt gefördert werden. Die Höchstförderung kann bis zu 100.000 Euro pro Förderfall betragen.

Auch die Förderung durch Bildungsschecks steht Unternehmen in nahezu allen Branchen zur Verfügung. Gefördert wird die Teilnahme an der beruflichen Weiterbildung von Beschäftigten durch Maßnahmen, die es ermöglichen, Kompetenzen und Qualifikationen im Unternehmenskontext zu erhalten, zu erweitern oder zu erwerben. Die Förderung erfolgt in Höhe von 50 Prozent der förderfähigen Ausgaben.

PM/WM