Von Oktober 2020 bis August 2021 haben sich 1.250 SchülerInnen – 169 weniger als ein Jahr zuvor – auf einen Ausbildungsplatz beworben – bei einem in etwa gleichem Aufkommen von SchulabgängerInnen. Gleichzeitig haben die Betriebe 1.686 Ausbildungsstellen gemeldet, 41 (+2,5 %) mehr als im Vorjahresmonat. Bei den unbesetzten Ausbildungsstellen gibt es im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang um 15 Stellen (-3%). Landkreisweit galten damit im August 513 Ausbildungsstellen als unbesetzt. 

Die Zahl der unversorgten Jugendlichen ist im Vergleich zum Vorjahr um 69 Personen (-19 %) auf 294 junge Menschen zurückgegangen.

„Es geht noch was am Ausbildungsmarkt! Auch nach Ausbildungsstart bieten sich noch viele Chancen. Wer eine Ausbildung beginnen will, hat auch jetzt noch sehr gute Aussichten, einen Ausbildungsplatz zu finden. In vielen Unternehmen in der Seenplatte gibt es noch Ausbildungsangebote, die in diesem Jahr besetzt werden sollen. Wir rechnen deshalb damit, dass in den kommenden Wochen noch einmal viel Bewegung in den Ausbildungsmarkt kommen wird,“ sagt Stephan Bünning, Vizechef der Neubrandenburger Arbeitsagentur.

„Wir nehmen wahr, dass Jugendliche glauben, es gäbe aufgrund der Pandemie keine Ausbildungsplätze. Das stimmt aber nicht. Die Chancen für junge Menschen waren selten so gut wie jetzt. Aktuell kommen rechnerisch in der Seenplatte auf eine unversorgte Bewerberin oder einen Bewerber 1,74 offene Ausbildungsstellen. Das Verhältnis freier Ausbildungsstellen zu jungen Menschen, die eine Ausbildung suchen, war in der Seenplatte schon lange nicht mehr so günstig“, so der Arbeitsmarktexperte.

„Wir stellen aber auch fest, sagt Bünning, dass Jugendliche nach der langen Zeit der Corona-Pandemie, die Frage des Berufsstarts noch etwas verschieben und nicht direkt in eine Berufsausbildung starten möchten. Einige zögern auch, weil sie noch unsicher sind, was sie machen möchten.“

Bünning rät deshalb dazu, sich von den Experten in der Berufsberatung beraten zu lassen: „Unsere Experten in der Berufsberatung kennen sich bestens aus und können dabei unterstützen die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen – ob nun das Ziel ein Studium, ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Praktikum oder sofort der Beginn einer dualen Ausbildung sein soll. Egal, wofür sich die Jugendlichen entscheiden, wichtig ist es, sich vorher gut zu informieren! Dazu muss man übrigens nicht unbedingt persönlich in die Agentur für Arbeit, sondern kann sich auch in einem Videotermin beraten lassen, den man über das Internet schnell und einfach verabreden kann. Außerdem gibt es viele weitere digitale Angebote zur Orientierung.“

An die Adresse der Unternehmen, Freiberufler und Behörden appelliert er: „Geben Sie verstärkt auch jungen Menschen mit Handicap und Jugendlichen, die vielleicht erst auf den zweiten Blick zur ersten Wahl werden, eine Chance. Wenn Sie benachteiligte Jugendliche ausbilden, können diese mit unseren Hilfen unterstützt werden.“

Freie Ausbildungsberufe gibt es noch in fast alle Branchen. Am meisten gesucht werden:

  • Unbesetzte Berufsausbildungsstellen: 513
  • Kaufmann/ -frau im Einzelhandel: 29
  • Koch/ Köchin: 25
  • Verkäuferin: 23
  • Restaurantfachmann/ -frau: 23
  • ElektronikerIn Energie-/ Gebäudetechnik: 15
  • ElektronikerIn Betriebstechnik: 14
  • Hotelfachmann/ -frau: 14
  • MaurerIn: 12
  • AnlagenmechanikerIn Sanitär/ Heizung/ Klimatechnik: 12
  • BerufskraftfahrerIn: 12
  • Übrige Berufe: 334

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