103.089 RadfahrerInnen fuhren 2019 über den Müritz-Rundweg in Rechlin – statistisch gesehen alle 5 Minuten eine Radfahrerin oder ein Radfahrer. Die Statistik sagt jedoch nichts über Verteilung und Häufigkeit der RadfahrerInnen in Abhängigkeit von Tages- und Jahreszeit, Werk- und Feiertag. Dies verrät der Tageswert für das durchschnittliche jährliche Radverkehrsaufkommen. Rund 282 RadfahrerInnen sind täglich auf dem Müritz-Rundweg am nördlichen Ortsrand von Rechlin unterwegs. Natürlich nicht zu jeder Jahreszeit. Im Saisonwertvergleich waren von November bis März 2019 lediglich sieben Prozent der RadfahrerInnen hier unterwegs – insgesamt 6.996 RadlerInnen, also nur 46 am Tag. In der wärmeren Jahreszeit radeln auf dem Müritz-Rundweg dafür aber auch 96.093 Menschen. Wirklich verwertbar werden die ermittelten Daten allerdings erst mit den ebenfalls erhobenen Parametern wie Richtung, Temperatur und Uhrzeit. Der Vergleich von Wochentag und Uhrzeit lässt Aussagen zum Anteil des Alltagsradverkehrs, des Freizeitradverkehrs und des touristischen Radverkehrs zu.

All diese Daten sind Ergebnis der Messung des Radverkehrsaufkommens in der Seenplatte, die die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH, die auch für die Radwegeinfrastruktur im Landkreis und damit für die Erhaltung und konzeptionelle Erweiterung von rund 1.400 km Rad- und Radfernwege zuständig ist, seit 2018 vornimmt.
Auch in diesem Jahr sind wieder zwei Zählstellen fest am Müritz-Rundweg in Gotthun und in Rechlin installiert. Hier erfassen sie an 365 Tagen permanent die Zahl der RadfahrerInnen – aber eben auch die gefahrene Richtung, die Uhrzeit und die Temperatur.

Die festen Zählstationen sind dabei Referenzmesspunkte zum Hochrechnen der Daten einer weiteren, mobilen Zählstelle. Diese wechselt wieder von April bis Oktober alle 14 Tage den Standort – angefangen in Stuer-Vorwerk zum Mecklenburgischen Seenradweg zwischen Woldegk und Mildenitz und dann noch einmal zwischen Mirow und Lärz.

WMSE/AS