Gleich drei Mal wurden im Juni 2022 bei wichtigen Wettbewerben Unternehmen aus der Mecklenburgischen Seenplatte ausgezeichnet:

Eine Einlegesohle für Diabetiker
Im Rahmen der zweitägigen 17. Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft, die am 16. und 17.06.2022 in Rostock stattfand, zeichnete Wirtschaftsminister Reinhard Meyer die Preisträger des 2. Baltic-Sea-Region Health Innovation Award (BSR HIA) aus. Der Wettbewerb unter Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig würdigt innovative Ideen in der Gesundheitswirtschaft. Den ersten Platz des, mit insgesamt 9.000 Euro und Sachleistungen dotierten Preises, ging an die Neubrandenburger Osentec GmbH und ihre „Intelligente sensorische Einlegesohle für Diabetikerfüße.“ Diese warnt Diabetiker rechtzeitig vor Entstehung eines Geschwürs an den Füßen in Folge des krankheitsbedingten Diabetischen Fußsyndroms. An diesem erkrankt einer von vier Diabetikern, 150 Millionen weltweit. Betroffene verlieren das Gefühl in ihren Füßen und werden dadurch anfällig für nur langsam heilende Geschwüre und Wunden. Die Einlegesohle von Osentec überwacht kontinuierlich die Fußsohlentemperatur und sendet die Daten an das Smartphone des Patienten. Sobald ein Algorithmus eine sich anbahnende Entzündung erkennt, benachrichtigt die App den Patienten. Die „Smart Sensory Insole“ ist das Ergebnis eines gemeinsamen Forschungsprojekts, unterstützt u.a. durch den „Ideenwettbewerb Gesundheitswirtschaft“ der BioCon Valley® GmbH im Auftrag der Landesregierung M-V.

Osentec plant, den Prototyp zu einem marktfähigen Produkt weiterzuentwickeln und die Produktion von einigen Dutzend auf Zehntausende Einheiten zu steigern, um so vielen Patienten wie möglich zu helfen. www.osentec.de

Jedes Produkt ist zu 100 Prozent wir
Am 27.06.2022 zeichnete MVs Wirtschaftsminister Reinhard Meyer in Parchim vor 200 Gästen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung die „UnternehmerInnen des Jahres in M-V 2022“ aus.
„Der Preis der Wirtschaft zum Unternehmer oder zur Unternehmerin des Jahres ist eine Würdigung der besonderen Leistungen der Unternehmer mit ihren Mitarbeitenden. Wir sprechen Anerkennungen für die heimische Wirtschaftskraft in M-V aus, für innovative Ansätze, den Mut, Sachen zu verändern, für kreative Ideen, Risiko- und Verantwortungsübernahme“, sagte Meyer. Der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit M-V dankte den UnternehmerInnen besonders auch dafür, dass sie sich den Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges stellen. Gemeint waren damit die rund 120 Nominierungen, von denen die Jury acht Finalisten, vier Preisträger und einen Sonderpreisträger prämierte.
Dieser ist die, 2021 in Seewalde bei Wustrow vom Zimmerer Max Strack und der Innenarchitektin Luzi Graf gegründete MAXLUZI GmbH. In der Manufaktur fertigen die Niederbayern, die vor ihrer bewußten Entscheidung für die Kleinseenplatte im Design- und Interieurbereich ein Jet-Set-Leben führten, Unikate wie gedrechselte Holzlampenschirme, Gewürzmühlen, Hocker und Stiftehalter – alles aus regionalem Holz, nachhaltig und langlebig konzipiert und produziert. So werden selbst aus Restabschnitten noch trendige Hocker und aus Restspänen Einstreu für den hiesigen Bauernhofbetrieb. Mit Sorgfalt und Achtsamkeit entstehen so ausschließlich in Handarbeit hochwertige Produkte zu fairen Bedingungen, die überregionalen Absatz finden. Geprägt von der Lebensphilosophie von MAX und LUZI, schöne Dinge zu entwerfen, zu bauen und dabei nachhaltig zu agieren. www.maxluzi.de

Als Finalistin in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ wurde zudem Anja Frey und ihre „Alte Tischlerei“ aus Rechlin geehrt. www.landwirtfrey.de

Der, mit insgesamt 15.000 Euro dotierte, UnternehmerInnenpreis wurde in diesem Jahr zum 14. Mal vergeben. Träger des Wettbewerbs sind das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, der Ostdeutsche Sparkassenverband mit den Sparkassen in Mecklenburg-Vorpommern, die Landesarbeitsgemeinschaft der drei Industrie- und Handelskammern, die Arbeitsgemeinschaft der beiden Handwerkskammern sowie die Vereinigung der Unternehmensverbände Mecklenburg-Vorpommern.

Der beste Gin 2022 in Deutschland kommt aus MSE
Gleich zwei Mal konnte Alex Remzi mit seiner Destillerie Old Well in Below bei Wesenberg punkten. Bei den diesjährigen Craft Spirits Berlin Awards überzeugte der Deutsch-Amerikaner, der sein Handwerk in einer Whiskey-Brennerei in Kentucky erlernte, mit seinem „Remzi´s Absinth“ und erhielt dafür die Bronzemedaille. Mit seinem Old Well Gin Nr. 2 setzte Remzi jetzt noch einen drauf. „The Gin Guide“, eine angesehene Vereinigung aus dem Gin-Mutterland Großbritannien kürte den Gin aus der Seenplatte zum „Besten Gin 2022 in Deutschland“, nominierte ihn als einen von 15 Finalisten für die Wahl des weltbesten Gins. Mit 13 Gewürzen und Kräutern sowie dem handverlesenen Wacholder aus Belower Wäldern beschrieben die Gin-Kenner aus England den Old Well als „Getränk mit reizvollem Kontrast und Gleichgewicht von pfeffrigem Wacholder und erdiger Würze mit hellem Zitruscharakter und sanften Blumen.“ (The Gin Guide 2022). Ein absolutes Qualitätsprädikat für den Destillateur, der seine Craft Brennerei erst vor zwei Jahren eröffnete und mit rund 300 abgefüllten Flaschen im Monat noch ein echter MSE-Geheimtipp ist. www.oldwell.de

Die Wirtschaftsförderung Mecklenburgische Seenplatte GmbH gratuliert allen Nominierten, Finalisten und Preisträgern!

WMSE/AS