Mit einem zusätzlichen Finanzvolumen von rund 80 Millionen Euro wird die Digitalisierung an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben. Diese zusätzlichen Mittel ermöglichen die Umsetzung der umfassenden Strategie „Digitale Schule MV“, die flächendeckend an den Schulen des Landes gute Voraussetzung für das digitale Lehren und Lernen  schaffen will. Dafür ziehen in MV alle Beteiligten an einem Strang.

Gemeinsam wollen Landesregierung und Schulträger der digitalen Entwicklung an den Schulen nicht nur einen Schub verleihen, sondern sie auf eine dauerhaft tragfähige Grundlage stellen. Dafür haben das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, der Landkreistag, der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommern und der eGovernment Zweckverband M-V eine Vereinbarung geschlossen, in der die Aufgaben der einzelnen Partner und gemeinsame Ziele definiert werden. Einig sind sich alle Partner darin, dass die digitale Ausstattung der öffentlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern im vergangenen Jahr einen großen Schritt vorangekommen ist, aber weiter ausgebaut werden muss.

Im Nachtragshaushalt 2020/21 sind daher zusätzlich 80 Millionen Euro für die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie des Landes eingeplant. Die wichtigsten Investitionen sind u.a.:

  1. Das Fortbildungsangebot für Lehrerinnen und Lehrer wird erheblich ausgeweitet. Eine Fortbildungsdatenbank wird geschaffen.
  2. Es wird eine Schule neuer Art aufgebaut: die digitale Landesschule. In einem ersten Schritt werden von Lehrkräften digitale Unterrichtseinheiten produziert und landesweit zur Verfügung gestellt. In der zweiten Ausbaustufe werden für alle Schulformen im Land Live-Unterrichtseinheiten angeboten.
  3. Digitaler Unterrichtscontent wird grundsätzlich gemeinsam mit den Schulträgern gekauft. In einem digitalen Medienzentrum können eigene digitale Unterrichtsmaterialien entwickelt werden.
  4. Investitionskostenzuschüsse für technische Ausstattungen werden möglich, um auch über den DigitalPakt hinaus handlungsfähig zu sein.

Neben den erheblichen Landesmitteln stehen über den DigitalPakt Schule für die digitale Ausstattung der Schulen in MV bis 2024 insgesamt knapp 110 Millionen Euro zur Verfügung (Bund: 99,2 Mio. Euro, Land: 9,92 Mio. Euro). Im Pandemie-Jahr 2020 haben Bund und Länder ergänzend dazu drei Zusatzprogramme auf den Weg gebracht. Mit dem Sofortprogramm für mobile Endgeräte sollen bedürftige Schülerinnen und Schüler leihweise Laptops oder Tablets erhalten, wenn sie zu Hause keinen Zugang zu einem Computer haben. Insgesamt können in MV ca. 27.000 Geräte angeschafft werden. Zu den weiteren Zusatzprogrammen zählt das IT-Administratorenprogramm. Bund und Länder finanzieren IT-Fachkräfte, die sich an den Schulen vor Ort um die Technik kümmern und bei technischen Herausforderungen schnell reagieren können. Außerdem finanzieren Bund und Länder zusätzliche schulgebundene mobile Endgeräte, die von den Lehrkräften genutzt werden können. In MV stehen über dieses Programm 11 Millionen Euro bereit.

Vereinbarung und Digitalisierungsstrategie: http://service.mvnet.de/php/download.php?datei_id=1632878

PM/BM