Die Landesregierung hat einen Zehn-Punkte-Plan verabschiedet, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Darunter sind auch für Unternehmen relevante Maßnahmen.

Die vollständige Mitteilung findet sich hier.

Was bedeutet das für Unternehmen?

Veranstaltungen

Praktisch alle Veranstaltungen sind abzusagen. Ausnahmen gibt es nur für Veranstaltungen mit weniger als 50 Teilnehmern, die „zwingend notwendig“ sind (mit Genehmigung der zuständigen Behörden). Die allermeisten Unternehmensveranstaltungen dürften dieses Kriterium nicht erfüllen.

Kinderbetreuung

Ab Montag, 16. März, sind alle Kinderbetreuungseinrichtungen (Schulen, Kitas und Tagespflegepersonen, Horte) geschlossen. Betreut werden nur noch die Kinder der Eltern, die in zur Bewältigung der Krise notwendigen Berufen arbeiten und die keine andere Lösung haben (z. B. Gesundheitswesen, Feuerwehr, Polizei, Behörden, Versorgung mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs). Aufgrund des höheren Risikos fallen Großeltern als Ersatzbetreuung aus und auch privat organisierte „Parallelstrukturen“ sind ausgeschlossen. Das bedeutet, dass jetzt viele Eltern für die kommenden fünf Wochen Schwierigkeiten haben dürften, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Die Unternehmen im Land sind aufgerufen, hier entgegenkommend und kreativ zu sein und damit Nachteile für betroffene Arbeiternehmer*innen zu verhindern.

Alten- und Pflegeheime, medizinische Einrichtungen

In allen Einrichtungen, in denen besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen betreut werden (z. B. alte Menschen, Kranke, chronisch Kranke) herrscht ab sofort Besuchsverbot.

Öffentliche Einrichtungen

Museen, Kultureinrichtungen, Schwimmbäder etc. sind ab sofort zu schließen, auch wenn diese in privater Hand sein sollten.

Rückkehrer*innen aus Risikogebieten / besonders betroffenen Gebieten

Mitarbeiter*innen, die sich innerhalb der letzten zwei Wochen in einem Risikogebiet aufgehalten haben, sollte für weitere zwei Wochen die Gelegenheit zur Heimarbeit gegeben werden, um eine Ansteckungsgefahr auszuschließen. Die Gebiete werden fortlaufend hier aktualisiert.

Arbeitsfähigkeit erhalten

Die Vorgaben des Landes für die Verwaltung sind auch für Unternehmen anzuraten: Notfallpläne erarbeiten/aktualisieren, Vertretungsregelungen überprüfen/ergänzen, möglichst viele Mitarbeiter*innen/Aufgabenbereiche ins Home-Office verlagern (insbesondere auch Pendler*innen), Kontakte/Publikumsverkehr auf das zwingend notwendige Maß reduzieren.

Die Maßnahmen mögen angesichts noch geringer Fallzahlen drastisch wirken, sind aber kein Vergleich zu den Einschnitten, die drohen, wenn diese Maßnahmen jetzt nicht ergriffen werden und die Fallzahlen weiter exponentiell ansteigen. Das hat unsere Ministerpräsidentin gestern in ihrer Pressekonferenz (u. A. auch mit unserem Landrat Heiko Kärger) nachdrücklich betont. Das ganze Statement gibt es hier zum Nachschauen.

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