Seit 01. Februar 2021 haben die ersten Auszubildenden in Mecklenburg-Vorpommern das Azubiticket auf ihrem Smartphone dabei. Für 365 Euro im Jahr sind damit alle Fahrten zur Berufsschule, zum Betrieb oder in der Freizeit mit den dafür ausgewiesenen Verkehrsmitteln in MV finanziert.

Aus einer aktuellen Umfrage der IHKs in MV geht hervor, dass gegenwärtig jeder vierte Azubi mehr als 90 Minuten zur Berufsschule pendelt. Jeder zweite Betrieb beteiligt sich bereits an den entstehenden Fahrt- und Unterkunftskosten der Azubis und will dies auch künftig tun. Für die Ausbildungsbetriebe kann das Azubiticket im Wettbewerb auf dem Ausbildungsmarkt somit ein gutes Instrument zur Steigerung der Attraktivität der angebotenen Ausbildungsplätze sein. Das Azubiticket ist nach Auffassung der IHKs in MV der erste Schritt, zwar nicht Wege abzukürzen, aber deren Kosten für die Auszubildenden abzufedern. In einem zweiten Schritt hin zur Stärkung der Attraktivität der beruflichen Bildung gilt es für die Auszubildenden Lösungen zu finden, denen die Nutzung des ÖPNV oder Schienenpersonennahverkehrs nicht möglich ist oder für diejenigen, die weit entfernte Berufsschulen in anderen Bundesländern besuchen müssen. Die Einbindung der Berufsschulen in den Schülerverkehr und eine spürbare Fahrkostenerstattung beim Besuch von Berufsschulen außerhalb des Landes können dabei mögliche Wege sein.

PM/IHK