Mit der Überbrückungshilfe III Plus unterstützt die Bundesregierung auch weiterhin Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro sowie Start-ups, die bis zum 31. Oktober 2020 gegründet wurden, gemeinnützige Unternehmen, kirchliche Unternehmen und Organisationen aus allen Bereichen für den Förderzeitraum 01. Juli 2021 bis 30. September 2021. Die Umsatzgrenze entfällt für, von Schließungsanordnungen auf Grundlage eines Bund-Länder-Beschlusses betroffene, Unternehmen des Einzelhandels, der Veranstaltungs- und Kulturbranche, der Hotellerie, der Gastronomie und der Pyrotechnikbranche sowie für Unternehmen des Großhandels und der Reisebranche. Die Bedingungen entsprechen denjenigen der Überbrückungshilfe III.

Soloselbständige können alternativ im Rahmen der sogenannten Neustarthilfe auch eine einmalige Betriebskostenpauschale in Höhe von bis zu 4.500 Euro (bis zu 18.000 Euro für Mehr-Personen-Kapitalgesellschaft) als Vorschuss erhalten (erhöhter Vorschuss), wenn sie keine/ nicht so hohe Fixkosten geltend machen können. Die Betriebskostenpauschale („Neustarthilfe Plus“) für Soloselbstständige kann direkt beantragt werden.

Neu ist eine Restart-Prämie, die denjenigen Unternehmen eine Personalkostenhilfe bietet, die im Zuge der Wiedereröffnung Personal schneller aus der Kurzarbeit zurückholen, neu einstellen oder anderweitig die Beschäftigung erhöhen. Besonders von der Pandemie betroffene Unternehmen wie die Reisebranche oder die Kultur- und Veranstaltungswirtschaft können zusätzliche Förderungen beantragen.

Voraussetzung für eine Förderung sind Corona-bedingte Umsatzeinbrüche von mindestens 30 Prozent in jedem Monat im Zeitraum Juli 2021 bis September 2021, für den der Fixkostenzuschuss beantragt wird. Maßgeblich für den Vergleich ist der Referenzmonat im Jahr 2019. Für Unternehmen, die zwischen dem 1. Januar 2019 und dem 31. Oktober 2020 gegründet wurden und in begründeten Fällen bei außergewöhnlichen betrieblichen Umständen, gelten besondere Vorschriften.

Mit der Überbrückungshilfe werden betriebliche Fixkosten bezuschusst. Der maximale Förderbetrag beträgt 10 Millionen Euro pro Monat. Bei Einhaltung aller beihilferechtlichen Vorgaben können in der Überbrückungshilfe III und Überbrückungshilfe III Plus insgesamt maximal bis zu 52 Millionen Euro gefördert werden. Erstattet werden weiterhin: bis zu 100 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mehr als 70 Prozent Umsatzeinbruch, bis zu 60 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei 50 Prozent bis 70 Prozent Umsatzeinbruch, bis zu 40 Prozent der förderfähigen Fixkosten bei mindestens 30 Prozent Umsatzeinbruch.

Die Überbrückungshilfe III Plus kann nur über einen prüfenden Dritten beantragt werden (SteuerberaterIn, WirtschaftsprüferIn, Rechtsanwalt/ Rechtsanwältin, vereidigte BuchprüferInnen). Die Kosten werden bezuschusst. Die Antragsfrist endet am 31. Oktober 2021.

Bei der Überbrückungshilfe III Plus werden bei Erstantragstellung bis zum 30. September 2021 in einem zweistufigen Verfahren zunächst Abschlagszahlungen in Höhe von 50 Prozent der beantragten Förderung gewährt (maximal 100.000 Euro pro Monat bzw. insgesamt bis zu 300.000 Euro).

Unternehmen und Soloselbständige, die bereits einen Antrag auf Neustarthilfe Plus gestellt haben, können keinen Antrag auf Überbrückungshilfe III Plus stellen. Wer die Überbrückungshilfe III Plus beantragt hat, kann nach Beantragung zur Neustarthilfe Plus wechseln – sollte diese vorteilhafter sein. Umgekehrt können Soloselbständigen, die nach Beantragung der Neustarthilfe feststellen, dass sie bspw. wegen Corona-bedingter Investitionen in die Digitalisierung einen höheren Zuschuss über die Überbrückungshilfe III Plus erhalten könnten, zur Überbrückungshilfe III Plus zu wechseln. Das Wahlrecht soll auch bereits vor der Schlussabrechnung bis Ende der Antragsfrist ausgeübt werden können.

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